Schetismus

Ursachen, Symptome und Behandlung durch Logopädie

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Was bedeutet Schetismus?

Schetismus bezeichnet eine spezielle Form der Dyslalie, bei der die korrekte Aussprache vom Laut /sch/ beeinträchtigt ist. Betroffene Personen ersetzen häufig das /sch/ durch andere Laute, bilden ihn inkorrekt (z.B. lateraler Schetismus) oder lassen sie ganz weg, was die Verständlichkeit ihrer Sprache erschwert.

Ursachen von Schetismus

Schetismus kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden:
Anatomische Abweichungen: Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers, Gaumenspalten oder andere anatomische Besonderheiten können die korrekte Lautbildung behindern.
Hörstörungen: Kinder mit Hörproblemen haben oft Schwierigkeiten, die Zischlaute korrekt zu hören und nachzuahmen.
Neurologische Faktoren: Schädigungen oder Funktionsstörungen im Gehirn können die Steuerung der Sprechmuskulatur beeinträchtigen.
Umweltfaktoren: Mangelnde sprachliche Stimulation oder ungünstige sprachliche Vorbilder können die Entwicklung der korrekten Lautbildung negativ beeinflussen.
Habits: Daumen lutschen oder andere Gegenstände (Stifte, Kissenecke, …) dauerhaft im Mund zu haben, kann die Sprachentwicklung beeinträchtigen.

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Symptome von Schetismus

Schetismus zeigt sich durch charakteristische Symptome in der Aussprache:

Lispeln: Der Laut /sch/ wird so fehlgebildet, dass die Zunge dabei an oder zwischen den Zähnen ist.
Ersatzlaute: Verwendung von anderen Lauten anstelle der Zischlaute, z.B. /s/ statt /sch/. 
Auslassungen: Weglassen der betroffenen Laute.
Schetismus lateralis: Die Luft entweicht bei der Bildung des Lautes /sch/ seitlich.

Diagnostik von Schetismus

Die Diagnostik von Schetismus erfolgt durch eine ausführliche sprachtherapeutische Untersuchung. Logopäden analysieren die Aussprache des Patienten, um die spezifischen Fehlbildungen zu identifizieren. Ein Anamnesebogen hilft dabei, die sprachliche Entwicklung und eventuelle Risikofaktoren zu dokumentieren.

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Logopädie bei Schetismus

Die logopädische Therapie bei Schetismus zielt darauf ab, die korrekte Aussprache der Zischlaute zu erlernen und zu automatisieren. Wichtige Ansätze sind:
Artikulationsübungen
: Spezielle Übungen zur korrekten Bildung der Zischlaute, oft mit Hilfe von Spiegeln und anderen Hilfsmitteln.
Hörtraining: Übungen zur Verbesserung der auditiven Wahrnehmung und Differenzierung der Laute.
Phonologische Bewusstheit: Förderung des Verständnisses für die Lautstruktur der Sprache und die korrekte Verwendung der Laute.
Elternberatung: Anleitung der Eltern, wie sie die sprachliche Entwicklung ihres Kindes zu Hause unterstützen können.

Unterschied zwischen Schetismus und anderen Artikulationsstörungen

Schetismus ist eine spezifische Form der Artikulationsstörung, die sich auf den Laut /sch/  konzentriert. Andere Artikulationsstörungen, wie Rhinophonie (Näseln) oder Kappazismus (Probleme mit „k“ und „g“), betreffen unterschiedliche Laute und erfordern jeweils spezifische Therapieansätze.

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Ursachen für Schetismus bei Erwachsenen

Schetismus kann auch bei Erwachsenen auftreten, insbesondere nach neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen, die die Sprechmuskulatur betreffen. Die Therapieansätze sind ähnlich wie bei Kindern, jedoch angepasst an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Erwachsenen.

Therapiemethoden und -ziele bei Schetismus

Die Behandlung von Schetismus verfolgt folgende Ziele:

Verbesserung der Aussprache: Korrekte Bildung und Verwendung der Zischlaute im Alltag.
Erhöhung der Sprachverständlichkeit: Verbesserung der Verständlichkeit der Sprache durch gezieltes Training des betroffenen Lautes.
Förderung der Kommunikationsfähigkeit: Unterstützung des Patienten dabei, sich klar und verständlich auszudrücken.

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Therapiemethoden und -ziele

Die Behandlung von Dysgrammatismus verfolgt folgende Ziele:
Verbesserung der grammatikalischen Fähigkeiten: Korrekte Anwendung grammatikalischer Regeln in der gesprochenen und geschriebenen Sprache.
Förderung der Kommunikationsfähigkeit: Verbesserung der Fähigkeit, Gedanken und Gefühle klar und verständlich auszudrücken.
Erhöhung der Sprachkompetenz: Erweiterung des Wortschatzes und der Fähigkeit, komplexe Sätze zu bilden.

Logopädische Übungen bei Schetismus

Typische Übungen in der logopädischen Therapie bei Schetismus umfassen:
Lautübungen: Wiederholung und Verfestigung der korrekten Lautbildung durch gezielte Artikulationsübungen.
Sprachspiele: Spielerische Ansätze, um die Motivation und den Spaß an der Sprache zu fördern und die Aussprache im Alltag zu üben.
Auditives Training: Übungen zur Verbesserung der auditiven Wahrnehmung und Differenzierung der Laute.

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Schetismus behandeln lassen bei der Logopädiepraxis DiaLog 

Schetismus ist eine häufige Artikulationsstörung, die eine gezielte und individuelle Therapie erfordert. In unserer Logopädiepraxis DiaLog in Nürnberg bieten wir umfassende Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten für Kinder und Erwachsene mit Schetismus. Durch eine Kombination aus logopädischen Ansätzen unterstützen wir unsere Patienten dabei, ihre Aussprache zu verbessern und ihre Sprachverständlichkeit zu erhöhen. Bei weiteren Fragen oder zur Vereinbarung eines Termins stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.